Muss ich als Betreuer:in verheiratet sein oder eine eigene Familie haben?
Nein. Betreuungsstellen können ganz unterschiedlich aussehen. Ob alleinstehend, als Paar oder mit eigener Familie – entscheidend ist nicht die Familienform, sondern ob Ihr Lebenskonzept und Ihre Persönlichkeit zu dieser speziellen Arbeitsform passen.
Wie wird entschieden, welches Kind zu mir passt?
Die Auswahl erfolgt sehr sorgfältig. Gemeinsam mit Ihnen und dem Jugendamt prüft down-up!, ob Ihr Angebot den Bedürfnissen eines jungen Menschen entspricht. Dabei spielen Persönlichkeit, Lebenssituation, Erfahrungen und Ressourcen auf beiden Seiten eine wichtige Rolle. Meist gibt es dann ein behutsames Kennenlernen bei dem geprüft wird, ob der junge Mensch in Kontakt geht und wie er auf Sie reagiert. Es können sich zur Vertiefung weitere Treffen anschließen und deren zeitlicher Umfang kann ausgeweitet werden. Alles soll ohne Entscheidungsdruck geschehen und es kommt darauf an festzustellen, ob eine entstehende Beziehung Potenzial hat.
Kann ich auch Nein sagen?
Ja, natürlich. Eine Betreuung lebt von einer guten Passung und auch einem sicheren Gefühl. Deshalb lernen sich alle Beteiligten zunächst kennen. Wenn Sie oder der junge Mensch den Eindruck haben, dass die Chemie nicht stimmt, dann respektieren wir das selbstverständlich.
Bin ich während der Betreuung auf mich allein gestellt?
Nein. Während der gesamten Betreuung begleitet Sie down-up! intensiv. Regelmäßige Beratung vor Ort bei Ihnen, bei Therapeut:innen, ggf. in Kliniken, der Schule etc, Fortbildungen und die enge Zusammenarbeit mit Ihrer Koordinatorin oder Ihrem Koordinator gehören selbstverständlich dazu. Auch in schwierigen Situationen haben Sie jederzeit kompetente Ansprechpartner:innen.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt?
Die Hilfeplanung erfolgt gemeinsam mit dem Jugendamt, down-up!, der Betreuungsstelle sowie – soweit möglich – dem jungen Menschen und seinen Eltern bzw. Sorgeberechtigen. Entscheidungen werden transparent getroffen und regelmäßig überprüft. Sie sind als Betreuungsstelle der zentrale Teil dieses Hilfeprozesses.
Welche Rolle spielen die Eltern des Kindes?
Eltern bleiben – unabhängig von der Betreuung – wichtige Bezugspersonen. Ziel ist nicht, die Herkunftsfamilie zu ersetzen, sondern den jungen Menschen in seiner Entwicklung zu unterstützen. down-up! arbeitet vertrauensvoll mit Eltern und Sorgeberechtigten zusammen, achtet dabei auf Kinderschutzaspekte und vermittelt zwischen Kinder- und Elternrechten.
Welche Kosten entstehen mir?
Die Betreuung wird angemessen vergütet. Zusätzlich erhalten Betreuungsstellen eine umfangreiche Sachkostenerstattung für die Versorgung des jungen Menschen. Details werden im Bewerbungsprozess erörtert.
Bin ich angestellt oder selbstständig?
Betreuungsstellen arbeiten bei down-up! auf selbstständiger Basis. Gemeinsam mit Ihnen schaffen wir die organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen für diese verantwortungsvolle Tätigkeit.
Was passiert, wenn Schwierigkeiten auftreten?
Schwierige Situationen gehören manchmal zur pädagogischen Arbeit. Wichtig ist, dass Sie damit nicht allein bleiben. down-up! begleitet Sie eng, entwickelt gemeinsam Lösungen und unterstützt Sie durch regelmäßige Beratung, Supervision und bei Bedarf kurzfristige Interventionen.
In welchen Teilen Deutschlands sucht down-up! neue Betreuungsstellen?
down-up! begleitet Betreuungsstellen in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Baden-Württemberg und dem Saarland.
Warum entscheiden sich Pädagoginnen und Pädagogen für eine Zusammenarbeit mit down-up!?
Sie schätzen die professionelle Fachlichkeit von down-up!, Fortbildungen, ein zertifiziertes Qualitätsmanagement und ein humanistisch geprägtes Leitbild. Darüber hinaus freuen sie sich über die fairen Konditionen.
Kann ich Beruf und Privatleben in einer familienähnlichen Betreuungsstelle überhaupt trennen?
Die Grenzen zwischen Beruf und Alltag sind in einer familienähnlichen Betreuungsstelle bewusst anders als in einer klassischen Einrichtung. Gerade deshalb sind eine professionelle Haltung, klare Rollen, regelmäßige Reflexion und die enge Begleitung durch down-up! so wichtig.
Was bedeutet Individualpädagogik im Alltag?
Individualpädagogik bedeutet, dass nicht der junge Mensch in ein bestehendes System passen muss. Stattdessen wird das Betreuungssetting an seine Persönlichkeit, seine Entwicklung und seine Bedürfnisse angepasst. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Ziele regelmäßig überprüft und der pädagogische Alltag flexibel gestaltet. So entsteht ein Milieu, in dem Entwicklung durch Beziehung, Beteiligung und Selbstwirksamkeit gelingen kann.