Kinder und Jugendliche gut zu begleiten, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Individualpädagogik kann ihre Stärken vor allem dann entfalten, wenn die Menschen, die an einer Hilfe beteiligt sind, verlässlich zusammenarbeiten, miteinander sprechen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Zudem müssen die Kinder und Jugendlichen bereit sein, sich auf das Miteinander einzulassen.
Bei down-up! wird dieses Miteinander im eigenen Team sehr gepflegt. Betreuungsstellen, Koordinatorinnen und Koordinatoren, Pädagogische Leitung, Verwaltung und Geschäftsführung arbeiten eng zusammen und stimmen sich genau ab. Klare Zuständigkeiten, regelmäßiger Austausch und gegenseitiges Vertrauen zwischen den Mitarbeiter:innen in Wuppertal und den Betreuungsstellen sind selbstverständlich. Niemand bleibt bei uns mit seiner verantwortungsvollen Aufgabe allein.
Genauso wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit allen anderen Beteiligten: mit den Kindern und Jugendlichen selbst, mit ihren Eltern und Angehörigen, mit den Jugendämtern und – wo es sinnvoll und notwendig ist – mit Schulen, Ärzt:innen, therapeutischen Fachkräften und weiteren Menschen aus dem persönlichen Umfeld.
Dabei müssen nicht immer alle einer Meinung sein. Unterschiedliche Sichtweisen gehören dazu. Entscheidend ist, miteinander im Gespräch zu bleiben, Absprachen einzuhalten, Probleme offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Denn am Ende verfolgen alle dasselbe Ziel: dem jungen Menschen Sicherheit zu geben, Entwicklung zu ermöglichen und gemeinsam eine tragfähige Perspektive zu schaffen.

Die Grafik zeigt, wie wir uns bei down-up! verstehen: Beziehungen, Verantwortung und Umweltbezüge sind mindestens genauso wichtig wie Hierarchie. Nicht die Organisation steht im Mittelpunkt, sondern der betreute junge Mensch. Um ihn herum liegen die Ebenen der Betreuung, des Schutzes, der Herkunft, der Fach- und der persönlichen Umwelt.
Oberhalb der betreuten jungen Menschen ist die formale Verantwortungskette dargestellt. Die Koordination arbeitet in enger Anbindung an die Pädagogische Leitung, darüber sind als Ebenen die Pädagogische Leitung, die Geschäftsführung sowie der Gesellschafter angeordnet. down-up! versteht diesen Aufbau als sich ergänzende, schützende „Schichten“.
Die Kinder und Jugendlichen leben nicht isoliert in einer Hilfeeinrichtung und auch down-up! ist nicht isoliert zu betrachten. Alle sind mit verschiedenen sozialen Systemen verbunden. Erziehungshilfe gelingt nur im Zusammenspiel mit diesen.
Junge Menschen: Ihnen hören wir zu, beteiligen sie und nehmen ihre Wünsche, Sorgen und Kritik ernst. Wir fordern und fördern eigenes Engagement.
Eltern & Angehörige: Die eigene Familie bleibt elementar wichtig für die allermeisten jungen Menschen. Deshalb setzen wir auf einen offenen und vertrauensvollen Austausch und ein konstruktives Miteinander.
Jugendämter: Sie sind wichtige Steuerungspartner und Mitgestalter der Hilfe. Im kontinuierlichen Austausch stimmen wir Ziele und Entwicklungen ab und überprüfen Entwicklungsergebnisse.
Betreuungsstellen: Sie gestalten den pädagogischen Alltag. Wir begleiten sie fachlich, persönlich und organisatorisch – kontinuierlich und verbindlich.