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    Die gleichen Rechte wie alle

    Hier bekommst Du Hilfe

    Wenn es in der Betreuung mal nicht gut läuft, kannst du dich immer auch an die Menschen wenden, die wir in deinem Rechtekatalog mit dir notiert haben. Hier findest du auch die Bereitschaftsnummer, hier ist rund um die Uhr jemand von down-up! für dich da.

    Wenn du das Gefühl hast, dass down-up! Dir nicht richtig hilft, kannst du dich außerdem bei der Nummer gegen Kummer melden – das ist kostenlos und anonym.

    Nummer gegen Kummer, Kinder- und Jugendtelefon anonym und kostenlos:

     

     

    Fragen & Antworten

    Du hast noch Fragen? Das ist ganz normal. Hier findest du Antworten auf Fragen, die viele Kinder und Jugendliche vor oder während ihrer Zeit bei down-up! beschäftigen. Und wenn etwas offenbleibt: Frag einfach nach. Wir nehmen uns Zeit für dich.

    Warum soll ich in einer anderen Familie oder Betreuungsstelle von down-up! leben?

    Es gibt viele Gründe, warum Kinder und Jugendliche für eine Zeit nicht mehr zu Hause leben können. Vielleicht gab es viele Konflikte, vielleicht fehlte die nötige Unterstützung. Vielleicht sind die Eltern krank, überfordert oder kämpfen mit einer Sucht. Manchmal führen eine schwierige Trennung der Eltern, Gewalt, Vernachlässigung oder andere belastende Lebenssituationen dazu, dass das Zusammenleben vorübergehend nicht mehr gut gelingt. Das Leben kann manchmal ziemlich kompliziert sein.

    Gemeinsam mit dem Jugendamt wird deshalb überlegt, welche Hilfe am besten zu dir und deiner aktuellen Lebenssituation passt. Ziel ist es, dass du einen sicheren Ort findest, an dem du zur Ruhe kommen, neue Erfahrungen machen und dich gut weiterentwickeln kannst.

    Kann ich meine Eltern oder meine Familie weiterhin sehen?

    In den meisten Fällen ja. Eltern, Geschwister und andere wichtige Bezugspersonen bleiben auch während deiner Betreuung wichtig. Gemeinsam mit dir, deiner Familie und dem Jugendamt wird vereinbart, wie Besuche, Heimfahrten oder gemeinsame Unternehmungen aussehen können. Entscheidend ist immer, was für dich gut ist und dir hilft.

    Darf ich Freunde treffen?

    Natürlich. Freundschaften gehören zum Leben dazu. Du kannst deine Freundinnen und Freunde treffen, telefonieren oder schreiben. Wie oft und in welchem Rahmen das möglich ist, hängt von deinem Alter, deiner persönlichen Situation und den gemeinsamen Vereinbarungen ab.

    Kann ich mein Zimmer selbst gestalten?

    Ja. Dein Zimmer ist dein persönlicher Rückzugsort. Deshalb kannst du es – soweit es möglich ist – nach deinen Vorstellungen einrichten und gestalten. Schließlich sollst du dich dort wohlfühlen.

    Darf ich mitreden und mitentscheiden?

    Ja. Bei down-up! zählt deine Meinung. Viele Dinge werden gemeinsam besprochen und entschieden. Du kannst zum Beispiel bei deiner Freizeit, deinem Zimmer, gemeinsamen Regeln oder den Zielen deiner Betreuung mitreden. Je älter und selbstständiger du wirst, desto mehr Verantwortung kannst du übernehmen.

    Was passiert bei einem Hilfeplangespräch?

    Beim Hilfeplangespräch wird gemeinsam geschaut, wie es dir geht und welche Ziele als Nächstes wichtig sind. Daran nehmen in der Regel das Jugendamt, deine Betreuer:innen, deine Koordinatorin oder dein Koordinator und – wenn möglich – auch deine Eltern teil. Natürlich kannst auch du sagen, was dir wichtig ist und welche Wünsche oder Ideen du hast.

    Wer hilft mir, wenn ich Sorgen oder Probleme habe?

    Du bist mit deinen Fragen nicht allein. Du kannst jederzeit mit deiner Betreuerin oder deinem Betreuer sprechen. Außerdem sind deine Koordinatorin oder dein Koordinator für dich da. Wenn dir das lieber ist, kannst du dich auch an die Pädagogische Leitung oder an Vertrauenspersonen in deinem Umfeld wenden.

    Was ist, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle?

    Dann solltest du das sagen. Du hast das Recht, deine Meinung zu äußern und dich zu beschweren. Gemeinsam wird nach einer Lösung gesucht. Wenn du nicht mit jemandem von down-up! sprechen möchtest, dann hast du in deinem Umfeld sicher eine dir vertraute Person – vielleicht Trainer:innen im Sportverein, Lehrer:innen, Therapeut:innen oder dein Jugendamt, deinen Vormund, deine Eltern.

    Muss ich alles alleine schaffen?

    Nein. Niemand erwartet, dass du sofort alles kannst. Die Erwachsenen bei down-up! unterstützen dich dabei, deinen Alltag zu meistern, Schwierigkeiten zu lösen und Schritt für Schritt selbstständiger zu werden. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche, sondern oft der erste Schritt nach vorne.

    Kann ich später wieder nach Hause ziehen?

    Das ist bei jedem jungen Menschen anders. Manche Kinder und Jugendliche kehren nach einiger Zeit zu ihrer Familie zurück. Die meisten bleiben bis zur Verselbstständigung. Andere ziehen später in eine eigene Wohnung oder in eine andere Wohnform. Gemeinsam mit dir, deiner Familie und dem Jugendamt wird regelmäßig geschaut, welcher Weg für dich der richtige ist. Das besprechen wir.

    Gibt es bei down-up! Regeln?

    Ja. Überall, wo Menschen zusammenleben, braucht es Regeln. Viele davon werden gemeinsam besprochen und an dein Alter sowie deine persönliche Situation angepasst. Uns ist wichtig, dass du verstehst, warum es Regeln gibt und dass du sie mitgestalten kannst.

    Kann ich meine Schule oder Ausbildung weiter besuchen?

    Ja, das ist ganz wichtig. down-up! unterstützt dich dabei, die Schule erfolgreich abzuschließen oder eine Ausbildung zu beginnen. Wenn ein Schulwechsel sinnvoll oder notwendig ist, helfen wir dir dabei, gut in der neuen Schule anzukommen.

    Was passiert, wenn ich mich nicht wohlfühle?

    Dann solltest du darüber sprechen. Manchmal braucht es etwas Zeit, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Wenn es Schwierigkeiten gibt, suchen wir gemeinsam mit dir nach Lösungen. Sollte sich herausstellen, dass eine andere Wohnform besser zu dir passt, wird dies gemeinsam mit dem Jugendamt geprüft