Die down-up! Einzelfallpädagogik gGmbH bietet Kindern und Jugendlichen individuelle Wohnformen, die sich an deren Bedarf orientieren.
Junge Menschen, die zu down-up! kommen, haben häufig erlebt, dass Vertrauen verloren gegangen ist, Beziehungen zerbrochen sind oder ein Zuhause nicht mehr der Ort sein konnte, der Sicherheit gibt. Deshalb geht es bei uns um weit mehr als eine Unterbringung. Es geht darum, einen Lebensort zu finden, an dem junge Menschen ankommen, ernst genommen werden, Schutz und Sicherheit spüren und neue Perspektiven entwickeln können.
Seit vielen Jahren entwickelt down-up! gemeinsam mit Jugendämtern, Familien und den jungen Menschen individuelle Hilfeformen, die zu ihrer jeweiligen Lebenssituation passen. Ob familienähnliche Wohnform, Trägereigenes Wohnen, Wohngemeinschaft oder Nachbetreuung – im Mittelpunkt steht immer das Ziel, Beheimatung zu ermöglichen: einen Ort, an dem Vertrauen wachsen, Entwicklung gelingen und Selbstständigkeit Schritt für Schritt entstehen kann.

Die Grafik zeigt, wie wir denken und arbeiten: Wir schaffen einen sicheren Rahmen, ein Dach, unter dem geschütztes Wachstum möglich wird.
Denn: Kinder und Jugendliche brauchen mehr als einen Betreuungsplatz – sie brauchen einen Ort, an dem sie ankommen, Vertrauen entwickeln und positive Beziehungs- und Bindungserfahrungen machen können. Unsere Wohnformen bieten genau diesen geschützten Rahmen.
Beim Modell der familienähnlichen Unterbringung leben die jungen Menschen in einem überschaubaren, familiären Umfeld und werden von erfahrenen pädagogischen Fachkräften oder qualifizierten Betreuungspersonen im Alltag begleitet. Der gemeinsame Alltag, Schule, Freizeit, Gespräche und verlässliche Strukturen schaffen Orientierung und geben Sicherheit. Gleichzeitig bleibt genügend Raum, individuelle Stärken zu entdecken, Selbstvertrauen aufzubauen und Schritt für Schritt Selbstwirksamkeit zu erfahren und Eigenverantwortung zu übernehmen.
Jeder junge Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Deshalb gibt es bei down-up! keine Lösungen von der Stange. Gemeinsam mit Jugendamt, Eltern und den jungen Menschen entwickeln wir ein passgenaues Betreuungssetting, das sich an den persönlichen Bedürfnissen, Ressourcen und Entwicklungszielen orientiert.
Die familienähnlichen Wohnformen eignen sich insbesondere für Kinder und Jugendliche, die nach belastenden Erfahrungen wieder stabile Beziehungen erleben möchten und von einem ruhigen, verlässlichen Alltag profitieren. Unser Ziel ist es, ihnen ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich angenommen fühlen, neue Perspektiven entwickeln und ihre Zukunft aktiv gestalten können.
In unseren Zweierwohngemeinschaften leben jeweils zwei (geschlechtsgleiche) junge Menschen ab 16 Jahren zusammen und gehen gemeinsam die nächsten Schritte in Richtung Selbstständigkeit. Dieses Angebot gibt es bei down-up! ausschließlich in Wuppertal. Die jungen Menschen führen ihren Alltag bereits weitgehend eigenständig, können sich dabei aber auf eine verlässliche pädagogische Begleitung verlassen.
Das Zusammenleben zu zweit bietet dabei einen geschützten Rahmen, um Selbstständigkeit einzuüben, ohne bereits ganz auf sich allein gestellt zu sein. Einkaufen, Kochen, Ordnung halten, Termine organisieren und mit Geld umgehen gehören ebenso dazu wie Absprachen zu treffen, Rücksicht zu nehmen und Konflikte miteinander zu lösen. So verbindet die Zweier-WG zunehmende Eigenverantwortung mit Gemeinschaft und pädagogischer Unterstützung.
Beim Angebot Trägereigenes Wohnen (TEW) sollen junge Menschen auf dem Weg der Verselbstständigung in ein selbstbestimmtes Leben begleitet werden. Wir bieten jungen Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind, diese Möglichkeit in Wuppertal an.
Das Modell verbindet den Freiraum einer eigenen Wohnung mit der Sicherheit einer verlässlichen pädagogischen Begleitung. Denn, selbstständig werden heißt nicht, alles alleine schaffen zu müssen.
Unsere Nachbetreuung ist ein weiteres Leistungsangebot. Denn eine oftmals viele Jahre laufende Hilfe kann evtl. nicht abrupt beendet werden, sondern es muss ein stufenweiser Übergang in die Selbstständigkeit angelegt werden. Viele junge Menschen profitieren davon, auch nach einer stationären Hilfe noch eine vertraute Ansprechpartnerin oder einen vertrauten Ansprechpartner an ihrer Seite zu haben. Mit der ambulanten Nachbetreuung unterstützt down-up! junge Volljährige dabei, Sicherheit zu gewinnen, Verantwortung zu übernehmen und ihren eigenen Weg erfolgreich weiterzugehen.

… ist eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe und bundesweit als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt.
Seit 1995 werden stationäre Hilfen in Form individualpädagogischer 1:1 Betreuungsprojekte in mehreren Bundesländern angeboten.
Ein Großteil der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen lebt in einer familienähnlichen Unterbringung, in der mindestens eine Person eine fundierte pädagogische Ausbildung hat.
Bereits während des Aufnahmeverfahrens werden Eltern, Kinder bzw. Jugendliche aktiv in die Auswahl des Hilfsangebots miteinbezogen. Dem Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII wird entsprochen. Sie erhalten eine aussagekräftige Beschreibung der vorgeschlagenen Betreuungsstelle und es beginnt mit einem sensiblen Kennenlern-, Anbahnungs- und – wenn alles passt – dem Aufnahmeprozess. Dies alles setzt voraus, dass alle Beteiligten die Hilfe einmündig befürworten.
Am Trägersitz in Wuppertal ergänzen wir unsere familienähnlichen Betreuungsangebote in Betreuungsstellen durch Trägereigenes Wohnen und ambulante Nachbetreuung sowie Hilfen an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Eingliederungshilfe.
Die down-up! Einzelfallpädagogik gGmbH verfügt über Leistungsvereinbarungen mit dem Jugendamt Wuppertal für stationäre Hilfen nach den §§ 34, 35, 35a und 41 SGB VIII sowie für ambulante Hilfen. Zudem arbeitet sie in Ausnahmefällen im Rahmen von Vollzeitpflege nach §33 Satz 2 für besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche auf der Rechtsgrundlage von Einzelvereinbarungen.