2er-Wohngemeinschaften in Wuppertal
Sich selbst zu organisieren, das ist ein großer Schritt und zu zweit kann das manchmal besser gelingen.
Die 2er-Wohngemeinschaften sind eine Form des Trägereigenen Wohnens und bieten Jugendlichen und jungen Volljährigen ab 16 Jahren einen überschaubaren, verlässlichen Rahmen.
Jeweils zwei junge Menschen des gleichen Geschlechts leben gemeinsam in einer Wohnung. Damit verbinden die down-up! 2er-Wohngemeinschaften wichtige Vorteile: selbstständiger zu werden, sozial zu agieren und dabei nicht allein zu sein.
In einer 2er-WG geht es um weit mehr als darum, sich Küche und Bad zu teilen. Die jungen Menschen lernen, ihren Alltag zunehmend selbst zu organisieren, Verantwortung für sich und das gemeinsame Zusammenleben zu übernehmen und sich unterstützend eigene Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Unsere pädagogischen Fachkräfte begleiten und unterstützen sie dabei – so intensiv wie nötig und mit so viel Freiraum wie möglich.
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Warum gerade zu zweit?
Eine 2er-Wohngemeinschaft schafft einen überschaubaren Rahmen mit ausreichend Raum für die persönliche Entwicklung.
Gleichzeitig bedeutet Zusammenleben auch, Absprachen zu treffen, Rücksicht zu nehmen, Konflikte auszuhalten und gemeinsam Lösungen zu finden.
Deshalb achten wir darauf, dass die beiden jungen Menschen hinsichtlich ihres Alters, ihrer Persönlichkeit und ihres individuellen Unterstützungsbedarfs zueinander passen.
Individuelle Begleitung durch down-up!
Unsere erfahrenen pädagogischen Fachkräfte begleiten die Bewohnerinnen und Bewohner individuell und stehen ihnen als verlässliche Ansprechpartner zur Seite.
Regelmäßige Gespräche und gemeinsame Aktivitäten gehören ebenso dazu wie die Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Schulen, Ausbildungsbetrieben, Behörden und weiteren Netzwerkpartnern.
Durch feste Bezugspersonen und unser down-up! Co-Betreuungssystem bleibt die pädagogische Begleitung auch bei Urlaub oder Krankheit verlässlich bestehen.

Wo bietet down-up! die 2er-Wohngemeinschaften an?
Unsere 2er-Wohngemeinschaften gibt es ausschließlich in Wuppertal. Sie sind bewusst an unseren Trägersitz gebunden. Dadurch können wir eine verlässliche Betreuung durch unser Wuppertaler Team gewährleisten und gleichzeitig die vorhandenen Strukturen vor Ort nutzen – von Wohnungsgesellschaften, Schulen und Ausbildungsbetrieben über Behörden bis zu Beratungs-, Freizeit- und sonstigen Unterstützungsangeboten.
Wer kann in eine 2er-Wohngemeinschaft einziehen?
Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige ab 16 Jahren, die bereits über ein gewisses Maß an Selbstständigkeit verfügen, ihren Alltag aber noch nicht vollständig ohne pädagogische Unterstützung bewältigen können oder wollen.
Ob die Wohnform geeignet ist, wird vor der Aufnahme gemeinsam mit dem jungen Menschen und dem zuständigen Jugendamt geprüft.
Wer entscheidet, welche zwei jungen Menschen zusammenwohnen?
Zwei freie Plätze machen noch keine funktionierende WG. Deshalb achten wir bei der Belegung darauf, dass die beiden jungen Menschen hinsichtlich ihres Alters, ihrer Persönlichkeit, ihres Entwicklungsstands und ihres Unterstützungsbedarfs zueinander passen.
In einer Wohnung leben jeweils zwei junge Menschen eines Geschlechts zusammen.
Wie selbstständig müssen die Jugendlichen bereits sein?
Wer in eine 2er-WG einzieht, muss noch nicht alles alleine können – genau dafür ist die pädagogische Begleitung da. Erwartet wird aber die Bereitschaft, zunehmend Verantwortung für den eigenen Alltag zu übernehmen, Vereinbarungen einzuhalten und an persönlichen Zielen mitzuarbeiten.
Wie funktioniert die Betreuung, wenn keine pädagogische Fachkraft ständig in der Wohnung ist?
Die jungen Menschen gestalten ihren Alltag zunehmend eigenständig. Unsere pädagogischen Fachkräfte stehen ihnen jedoch verlässlich per Telefon und an vereinbarten Terminen zur Seite und unterstützen sie dort, wo es notwendig ist. Durch den Einsatz fester Bezugspersonen entsteht meist ein sehr gutes Vertrauensverhältnis.
Auf welcher gesetzlichen Grundlage arbeitet down-up! bei diesem Modell?
Das Wohnkonzept wird als Hilfe nach §§ 34 oder 35a SGB VIII durchgeführt.
Was passiert, wenn es zwischen den beiden Bewohnern nicht funktioniert?
Meinungsverschiedenheiten und Konflikte gehören zum Zusammenleben und können ein wichtiges Lernfeld sein. Unsere pädagogischen Fachkräfte unterstützen die jungen Menschen dabei, Probleme anzusprechen, unterschiedliche Bedürfnisse wahrzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Zeigt sich, dass ein Zusammenleben dauerhaft nicht funktioniert, sucht down-up! gemeinsam mit den Beteiligten und dem zuständigen Jugendamt nach einer geeigneten Lösung.
Welche Rolle spielen Schule, Ausbildung und Beruf?
Die Entwicklung einer schulischen oder beruflichen Perspektive ist einer der wichtigsten Aspekte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Wir unterstützen die jungen Menschen deshalb dabei, Schule oder Ausbildung erfolgreich zu bewältigen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und die dafür notwendigen Strukturen im Alltag aufzubauen. Dabei arbeitet down-up! in Wuppertal bei Bedarf mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Beratungsstellen und weiteren Beteiligten zusammen.
Können auch Jugendliche mit Flucht- oder Migrationsgeschichte aufgenommen werden?
Ja. Die 2er-Wohngemeinschaften sind nicht auf eine bestimmte Herkunft oder Lebensgeschichte ausgerichtet.
down-up! verfügt aus der langjährigen Arbeit mit jungen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft über besondere Erfahrungen in den Bereichen kultursensible Pädagogik, Integration und im Umgang mit Flucht- und Migrationserfahrungen.
Gibt es Ausschlusskriterien?
Die 2er-WG setzt voraus, dass ein weitgehend eigenständiges und für beide Seiten verantwortbares Zusammenleben möglich ist. Schwere psychiatrische Störungsbilder, akute Drogenabhängigkeit, ausgeprägte Gewaltaffinität oder andere Verhaltensweisen, die den jungen Menschen selbst oder den Mitbewohner erheblich gefährden, können einer Aufnahme entgegenstehen.
Entscheidend ist jedoch immer die Prüfung des individuellen Hilfebedarfs.
Was kommt nach der 2er-WG?
Das Ziel ist, die jungen Menschen schrittweise auf ein möglichst selbstständiges Erwachsenenleben vorzubereiten. Wie der nächste Schritt aussieht und wann er möglich ist, hängt von der individuellen Entwicklung ab.
Das kann der Umzug in eine eigene Wohnung sein. Ist anschließend noch Unterstützung erforderlich, wird gemeinsam mit dem jungen Menschen und dem Jugendamt geklärt, welche Form der weiteren Begleitung sinnvoll ist. So bieten wir eine spezielle Nachbereitung an.
Wo bekomme ich weitere schnelle Hilfe, wenn ich Ängste, Sorgen, Gesprächsbedarf habe?
Das Angebot richtet sich an junge Menschen in Wuppertal ab 16 Jahren, die auf dem Weg in ein selbstständiges Leben noch pädagogische Unterstützung benötigen.
Vorausgesetzt werden die Bereitschaft, an der eigenen Entwicklung mitzuwirken, gemeinsam Regeln für das Zusammenleben zu entwickeln und zunehmend Verantwortung für den eigenen Alltag zu übernehmen.
Nicht geeignet ist die Wohnform bei schweren psychiatrischen Störungsbildern, einer akuten Drogenabhängigkeit, ausgeprägter Gewaltaffinität oder Verhaltensweisen und Einstellungen, die ein verlässliches Zusammenleben mit einem anderen jungen Menschen unmöglich machen.
Ob eine Aufnahme möglich und sinnvoll ist, wird grundsätzlich im Einzelfall geprüft.